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FrauenKunstGeschichte e. V. lädt ein: Nacht der Kunst 2010 Freitag, 18. Juni 2010
FrauenKunstGeschichte zu Gast im Kunstverein
Auch dieses Jahr werden wir wieder in der Werkstatt des Kunstvereins eine internationale Künstlerin vorstellen:Jenny Holzer Ein filmisches Porträt von Claudia Müller (26 Minuten) Seit den 70er
Jahren ist das Medium der amerikanischen Konzeptkünstlerin Jenny Holzer die Sprache. Wobei es ihr lange Zeit maßgeblich um das Vermitteln von Botschaften im öffentlichen Raum ging. Um die Aufmerksamkeit der
Zufallsbetrachter auf der Straße zu gewinnen, setzt sie auf Eingängigkeit und mediale Präsenz. Anfangs platzierte sie ihre Botschaften auf riesigen Plakaten in den Straßen von Manhatten. Inzwischen werden ihre
“Wahrheiten” mit riesigen Lichtprojektionen auf öffentlichen Gebäuden oder über LED-Leuchtschriftbänder transportiert. Ihre Botschaften reichen von Einzeilern bis zu komplexen Elegien, von vermeintlichen
Allerweltsweisheiten ("Truisms") bis hin zu Stimmen persönlicher Intimität.
Adaptiert Sie anhand der gewählten Medien die Welt der Propaganda und Werbung, so brechen die Aussagen, die sie damit
verbreitet, damit: Sie verwirren und provozieren das Publikum. Neben ihren irritierenden Truisms, präsentiert sie beispielsweise in den letzten Jahren in einer Werkreihe Auszüge aus ehemals geheimen Militär- und
Regierungsdokumenten zum Irak-Krieg: Verstörende Berichte von Verhören in Guantanamo Bay und Autopsieberichte von Folteropfern aus Abu Ghraib. Bereits in einer früheren Arbeit, der "Lustmord"-Serie (1993–95),
beschäftigt sich Holzer mit dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien und sexueller Gewalt. |