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Letzte Aktualisierung:
März  2010

FrauenKulturFahrten

Ausstellungsfahrt nach Frankfurt
Liselotte Strelow (1908-1981)  - Retrospektive

Samstag, 4. April 2009

Nachdem Liselotte Strelow bereits in den 1930er Jahren Opern-, Revuestars und Schauspieler fotografiert hatte, knüpfte sie nach dem zweiten Weltkrieg hieran wieder an. Mit ihrem Fotoatelier auf der Düsseldorfer „Kö“ wählte sie eine Adresse für ihr Porträtatelier, zu der bald die Berühmten und Einflussreichen der jungen Bundesrepublik pilgerten, um von der „Strelow“ fotografiert zu werden.
Liselotte Strelow schuf konzentrierte Bildnisse unter anderem von Gottfried Benn, Günter Grass, Ingeborg  Bachmann, Alexander Mitscherlich, Joseph Beuys, Hildegard Knef oder Helene Weigel. Neben den Porträts bildete auch die Theater- sowie die Werbefotografie einen großen Bereich ihres Schaffens.

„Das subjektive Bild ist fesselnd, nicht das objektive! Und ich bin subjektiv.“
Für das psychologische Porträt, das Liselotte Strelow anstrebte, hieß es, „so viele von den hundert Charakterzügen, Wesenszügen eines Menschen zu sammeln wie möglich.“ In langen Studiositzungen und Gesprächen mit ihrem Gegenüber entstanden facettenreiche Einzelbilder, mit denen sie dem „Wesentlichen einer Persönlichkeit“ auf den Grund gehen wollte. Sie inszenierte ihre Fotos in der Regel mit lediglich zwei Scheinwerfern. Die intensive Nachbearbeitungen der Aufnahmen, Retuschen am Negativ und Positiv gehörten in dieser Zeit zum selbstverständlichen Handwerkszeug, das sie meisterhaft beherrschte.

Das Historische Museum Frankfurt zeigt 220 Originalabzüge - Porträt- und Theaterfotografie - bis in die 1960er Jahre.

Liselotte Strelow:
Ingeborg Bachmann
Theodor Heuss

Samstag, 17.10.2009, 14.00 Uhr

Ockershausen, heute ein Stadtteil von Marburg, war früher ein armes Dorf in unmittelbarer Nähe der Stadt mit zwei Rittergütern, die in soziale Stiftungen umgewandelt wurden und einem hohen Anteil an jüdischen Mitbürgern/innen.
Bei dem Spaziergang durch den alten Ortskern wird
durch die Erzählung einzelner Frauenschicksale vom 16. Jh. bis heute gleichzeitig die Geschichte des Dorfes lebendig.
Es wird eine private Mikwe in einem ehemali-
gen jüdischen Haus besucht und auf die
Lebensgeschichten der Widerstandskämpfer-
innen eingegangen, nach denen die Straßen
im Stadtwald benannt wurden.