|
|
 |
 |
|
In Zusammenhang mit dem Film “Frida”, der in der Frauen-Film-Reihe gezeigt wurde: Ulla Merle:
"Mein Kleid hängt dort". Zur Künstlerrolle von Frida Kahlo Freitag, 7.Mai 2004, 20.00 Uhr Das “Lieben und Leiden” der mexikanischen Malerin Frida Kahlo wird im Film “Frida”
ausführlich geschildert, indem ihre Gemälde - filmtechnisch “verlebendigt” - zu tagebuchartigen Szenen ihrer Biografie werden. Der Dia-Vortrag soll anhand einzelner Bildbetrachtungen das im Kino
vermittelte Image Frida Kahlos um Sichtweisen der feministschen Kunstgeschichte ergänzen: Im Mittelpunkt stehen die Arbeits- und Handlungsbedingungen der Künstlerin in den 20er/30er Jahren.
Ausgangspunkt ist eine Collage, die zunächst für Kahlo eher untypisch erscheint: ein Porträt der Großstadt New York. |
|
|
 |
 |
|
Matilda Felix: "Doing gender. Identitätsherstellende Praktiken bei Annette Messager"
Mittwoch 26. Januar 2005, 20.00 Uhr Veranstaltungsort: Historischer Rathaussaal
Materialien und Arbeitsweisen haften Images an, die aus ihrer sozialen Nutzung resultieren. Dass bspw. Sticken seit
der Aufklärung als ‚weibliche Handarbeit’ galt, liegt nicht an spezifischen Eigenschaften des textilen Materials oder des Arbeitsprozesses, sondern an der gesellschaftlichen Funktionalisierung der Technik.
Sie führte zu einem Ansehen des Stickens als reputierliche Fleißarbeit, die Frauen in der Privatsphäre und zu deren Ausgestaltung ausübten. Diese traditionellen Konnotationen haben zum weitgehenden
Ausschluss des Stickens aus dem Kunstbetrieb geführt, der erst in den 1970er Jahren von feministischen Künstlerinnen überwunden wurde. Wie gerade das Image der Sticktechnik eingesetzt werden kann, um
Bedeutungen zu konstituieren, soll an der Arbeit ma collection de proverbes (1974) der französischen Künstlerin Annette Messager vorgestellt werden. |
|
|
 |
 |
|
Angelika Schönborn: "Xenia Hausner - Künstlerin im Spannungsbogen der väterlichen Kunst?"
Mittwoch 23. März 2005, 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: Großer Sitzungssaal im Fachbereich Planen-Bauen-Wohnen, Barfüßerstr. 11 Freitag, 4. November 2005, 20.00 Uhr Veranstaltungsort: Kunstverein Marburg |
|
|
|
|
 |
 |
|
Kunst als Affirmation der Beziehung zwischen Vater und Tochter soll hier untersucht werden am Beispiel der
Wiener Malerin Xenia Hausner (geboren 1951). Wurde das alter ego "ADAM" des Vaters Rudolf Hausner (1914-1994) zum Kern seines Oeuvre, übertrumpft ihn seine Tochter durch ihre Selbstporträts, die
sich in einer schonungslosen Offenheit präsentieren. Xenia Hausner kommentiert die Beziehung mit einem nüchternen Statement: „Wir haben uns malerisch auf Distanz gehalten. Er hat seine Bilder gemalt. Ich
meine'.“ |
|
 |
 |
|
Zum Internationalen Frauentag:
Monika Kaiser:
Madonna und die Zukunft. Zur Langlebigkeit von mütterlichen Idealbildern. Vortrag Samstag, 4. März 2006, 16.00 Uhr Sitzungssaal Hohe Kante, Eingang Hofstatt |
|
|
|
|
 |
 |
|
Der Vortrag beleuchtet die Kontinuität von Mutter-Kind-Darstellungen nach dem Schema der Madonna bis in die heutige Zeit.
Es ist auffällig, wie gerade in jüngster Vergangenheit die „Madonnenpose“ bei Filmstars, in Werbebildern und auch in der Politik wieder auflebt. Völlig ausgeblendet wird dabei die Komplexität der
Mutterrolle. Eine interessante Besonderheit bieten vor allem die Werke bildender Künstlerinnen des 19. Jahrhunderts, jene Zeit, in der Frauen erstmals in größerem Ausmaße beginnen, ihre eigene Rolle zu
reflektieren.. |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
|
|
|
Antje Krause-Wahl: „Sarah and me thought we’d going out like Rock Stars“ – Tracey Emins
Stargeschichten
Vortrag Freitag, 19.1.2007, 19.30 Uhr Kunstverein Marburg, Gerhard-Jahn-Platz
Spätestens seit Andy Warhol ist der Star ein Rollenmodell auch für bildende Künstler/innen. Produzenten und Darsteller in
einem, sind sie gesellschaftlich präsent und arbeiten an der medialen Vermittlung ihrer Arbeiten und ihrer Person. Darüber hinaus liegt der Figur des Stars, wie Elisabeth Bronfen gezeigt hat, ein bestimmtes
Identitätsmuster zugrunde. Im Star verschränken sich private und öffentliche Person und eine Geschichte von Krise und Krisenbewältigung wird erzählt. Der Vortrag von Antje Krause-Wahl zeigt, wie die
britische Künstlerin Tracey Emin ihre (Künstlerinnen)Biografie umfassend als Stargeschichte inszeniert. Hierbei werden sowohl ihre Arbeiten (Applikationen, Videos) in den Blick genommen als auch ihre
Inszenierungen in der populären Presse. In Kooperation mit dem Kunstverein Marburg
Literatur: Antje Krause-Wahl: „Konstruktionen von Identität. Renée Green, Tracey Emin, Rirkrit
Tiravanija“, Verlag Silke Schreiber |
|
|
 |
|
|
|
Ursula Köhler: Hofkünstlerinnen: Gefeiert als Wunder der Natur
Vortrag Mittwoch, 14.3.2007, 19.00 Uhr Sitzungssaal Hohe Kante, Barfüßerstraße 50, UG, Eingang HofstattDie Funktion des frühneuzeitlichen Hofkünstlers bestand darin, den Fürsten mit einer besonderen Aura zu umgeben, die ihn vor anderen Adeligen
auszeichnete. Innerhalb dieses Denkmusters wurden auch Künstlerinnen für das Amt interessant. Denn gerade das gängige Vorurteil, Begabung widerspreche der „weiblichen Natur“, sicherte ihre Akzeptanz. Eine
talentierte Frau galt als wundersame Ausnahmeerscheinung, die aufgrund des „Seltenheitswertes“ an die Höfe berufen wurde, um die Hofgesellschaft zu zieren, den weiblichen adeligen Nachwuchs zu unterrichten
und in Bildnissen das Aussehen und Wachstum der fürstlichen Familie zu dokumentieren. In Kooperation mit dem Gleichberechtigungsreferat für Frau und Mann der Stadt Marburg |
|
|
 |
|
|
|
 |
 |
|
Angelika Schönborn: „Guerrilla Girls”
Get Naked: Müssen Frauen nackt sein, um ins Metropolitan Museum zu kommen?“
Vortrag
Freitag, 23.3.2007, 18.00 Uhr Sitzungssaal Hohe Kante, Barfüßerstraße 50, UG, Eingang Hofstatt
Mitte der 1980er Jahre
machte eine Gruppe von Künstlerinnen, Schriftstellerinnen und Filmemacherinnen sich auf, den Kunstmarkt gehörig das Fürchten zu lehren. Anlass war die Ausstellung „An International Survey of Painting and Sculpture“ 1985
im Museum of Modern Art in New York. Unter den 169 ausgestellten Künstlern befanden sich lediglich 13 Frauen! Die Guerrilla Girls demonstrierten vor dem Museum in kurzen Röcken, Netzstrümpfen und Highheels – kombiniert
mit einer Gorilla-Maske. Durch Aneignung des Symbols der männlichen Dominanz und Virilität (King Kong) wurde das Publikum (was auch Kuratoren, Kritiker, Sammler implizierte) in die Perspektive der erschreckten Masse
versetzt. Äußerst komisch angesichts der tatsächlichen Machtverteilung. Anonym sind sie bis heute geblieben. Die Straßenkampfattitüde hat sich als effektiv erwiesen: In 14 Jahren gestalteten sie mehr als 70 Plakate
und Printobjekte, führten Aktionen durch die Sexismus und Rassismus in der Kunstwelt ebenso anprangerten, wie Obdachlosigkeit, Golfkrieg, Vergewaltigung. Eines ihrer bekanntesten Plakate ist „Get Naked: Müssen Frauen
nackt sein, um ins Metropolitan Museum zu kommen? Weniger als 5 % der Künstler in der Abteilung Moderne Kunst sind Frauen, aber 85 % aller Akte sind weiblich“ (1989).
In Kooperation mit dem Gleichberechtigungsreferat für Frau und Mann der Stadt Marburg |
 |
 |
|
FrauenKunstGeschichte e.V. zu Gast im Kunstverein Marburg:
Nacht der Kunst Freitag, 19. Oktober 2007
Film-Dokumentation zu Louise Bourgeois -
Vorführung mit freundlicher Genehmigung der Kunsthalle
Bielefeld sowie der Sohl-Media -
Anlässlich der großen Retrospektive zu Louise Bourgeois in der
Tate-Gallery, die vom 10. Oktober 2007 bis zum 20. Januar 2008 zu sehen ist, holen wir ein filmisches Porträt der Künstlerin in den Marburger Kunstverein. Die Dokumentation wurde für die Ausstellung
“Louise Bourgeois. La famille” erstellt, die 2006 in der Kunsthalle Bielefeld lief und zu der wir im Juni 2006 eine Fauenkulturfahrt unternommen haben.
|
|
|
 |
|
|
 |
 |
 |
|
Montag, 10. März 2008, 20.00 Uhr Marburger Rathaus, Historischer Rathaussaal, 1. Stock Bildergespräch Geschlechterverhältnis und Politik Das Marburger Rathausbild
Leitung: Ulla Merle (Marburg/Kassel) Karl Bantzers 2,40 x 4 Meter großes Gemälde "Der Weg des Lebens"
dominiert seit nunmehr 78 Jahren den großen Saal des Marburger Rathauses. Vor allem die Darstellung der Frauen hat in den letzten Jahren immer wieder Unmut ausgelöst... In gemeinsamer Diskussion wollen
wir das Bild im Detail kennen lernen und nach und nach seine verschiedenen Bedeutungsschichten entschlüsseln. |
|
|
 |
 |
|
Sonntag, 16. März 2008, 16.00 Uhr Marburger Rathaus, Historischer Rathaussaal, 1. Stock Vortrag Perpetuum Mobile - Lange Wellen - konkrete Utopie
Reflektionen auf den Aktionsrat zur Befreiung der Frauen 1968 und internationale Kooperation 2008
Referentin: Prof. Dr. Ursula Nienhaus (Historikerin, FFBIZ Berlin) Ursula Nienhaus wird relativ Unbekanntes, Vergessenes aber Spannendes über den Aktionsrat zur Befreiung der Frauen berichten und will
damit auch verbreitete Mythen über diese Zeit ausräumen. In einem weiteren Aspekt Ihres Vortrags stellt Sie unter den Begriffen „Perpetuum Mobile - Lange Wellen - konkrete Utopien“ Theorien und
Hoffnungen über die Frauenbewegung(en) seitdem vor, mit ausdrücklichem Bezug auf den Internationalen Frauentag. |
|
|
 |
 |
 |
 |
|
Nacht der Kunst 19. Juni 2009 - 19.30 UhrOstfotografinnen Ein Dokumentarfilm von Pamela Meyer-Arndt
Ein filmisches Porträt der Fotografinnen Sibylle Bergemann, Helga Paris und Gundula Schulze Eldowy.
Freitag, den 19. Juni 2009, 19.30 Uhr Ort: Marburger Kunstverein, Gerhard-Jahn-Platz 5, Marburg
|
|
|
In einer poetischen Zeitreise stellt der Film die Ost-Berliner Fotografinnen Sibylle Bergemann, Helga Paris und Gundula
Schulze Eldowy vor, die prominente Vertreterinnen der Fotografie in der DDR sind. Es werden wichtige Fotoserien aus drei Jahrzehnten DDR gezeigt und von den Fotografinnen kommentiert. |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
|
|
|
Nacht der Kunst 2010 Freitag, 18. Juni 2010FrauenKunstGeschichte zu Gast im Kunstverein
Auch dieses Jahr werden wir wieder in der
Werkstatt des Kunstvereins eine internationale Künstlerin vorstellen:Jenny Holzer Ein filmisches Porträt von Claudia Müller (26 Minuten) Seit den 70er Jahren ist das Medium der
amerikanischen Konzeptkünstlerin Jenny Holzer die Sprache. Wobei es ihr lange Zeit maßgeblich um das Vermitteln von Botschaften im öffentlichen Raum ging. Um die Aufmerksamkeit der Zufallsbetrachter auf der
Straße zu gewinnen, setzt sie auf Eingängigkeit und mediale Präsenz. Anfangs platzierte sie ihre Botschaften auf riesigen Plakaten in den Straßen von Manhatten. Inzwischen werden ihre “Wahrheiten” mit
riesigen Lichtprojektionen auf öffentlichen Gebäuden oder über LED-Leuchtschriftbänder transportiert. Ihre Botschaften reichen von Einzeilern bis zu komplexen Elegien, von vermeintlichen
Allerweltsweisheiten ("Truisms") bis hin zu Stimmen persönlicher Intimität.
Adaptiert Sie anhand der gewählten Medien die Welt der Propaganda und Werbung, so brechen die Aussagen, die sie
damit verbreitet, damit: Sie verwirren und provozieren das Publikum. Neben ihren irritierenden Truisms, präsentiert sie beispielsweise in den letzten Jahren in einer Werkreihe Auszüge aus ehemals geheimen
Militär- und Regierungsdokumenten zum Irak-Krieg: Verstörende Berichte von Verhören in Guantanamo Bay und Autopsieberichte von Folteropfern aus Abu Ghraib. Bereits in einer früheren Arbeit, der
"Lustmord"-Serie (1993–95), beschäftigt sich Holzer mit dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien und sexueller Gewalt. |
|
|
|
 |
|
|
|
Nacht der Kunst - am 18. Juni 2011FrauenKunstGeschichte ist wieder Gast im Marburger Kunstverein und zeigt ein Filmporträt zum Leben und Werk der internationalen Designerin
Eileen Gray Einladung zur Reise Eileen Gray - Designerin und Architektin Ein Film von Jörg Bundschuh Eileen Gray war ihrer Zeit immer weit voraus. Sie gilt noch heute - 30 Jahre nach ihrem Tod - als Inbegriff der Moderne. Jeder kennt ihre Möbel, den berühmten Beistelltisch, das Lota -Sofa und
die stehende Neonlampe, aber kaum jemand weiß, wer diese Designerin und Architektin wirklich gewesen ist. Aus einer irisch-schottischen Adelsfamilie stammend, geboren 1878, studierte sie zuerst in London
und ging dann nach Paris. Schon bald gelang ihr hier der berufliche Durchbruch. Seit 1902 führte sie das freie und wilde Leben einer Frau, die in jeder Hinsicht Unabhängigkeit bewies. Sie liebte Männer und
Frauen, Autos, Flugzeuge, Schiffe und das Reisen - und sie revolutionierte unsere Vorstellung vom Wohnen. Als Architektin schuf sie eines der berühmtesten Privathäuser des 20. Jahrhunderts: E.1027. Der
Architekt Le Corbusier war davon so fasziniert, dass es ihn bis zu seinem Lebensende nicht mehr losließ. Er entwickelte eine Obsession, die letztlich seine Freundschaft mit Eileen Gray zerstörte.
Eileen Gray starb am 31. Oktober 1976 fast vergessen in Paris. Heute erzielen ihre Originalmöbel auf Auktionen Millionenbeträge. Die Nachbauten ihrer Möbel gelten achtzig Jahre später noch immer als
avantgardistisch. Eileen Gray ist eine Ikone der Moderne und eine der faszinierendsten Frauen des 20. Jahrhunderts. stündliche Filmvorführung - 18.00 - 24.00 Uhr - Filmlänge 60 Min. |
|
|
|
|
|
|
|